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Was ist Slow Fashion?

Slow Fashion bedeutet, bewusster und ganzheitlicher mit Kleidung umzugehen.

Dabei wird nicht nur das Kleidungsstück an sich betrachtet, sondern auch gefragt: Woher kommt das Kleidungsstück? Wer hat es gemacht? Welchen Weg hat es bis in das Geschäft zurückgelegt? Aber auch: Wie gehe ich, als Konsument, mit dem Kleidungsstück um? Wie lange werde ich es tragen?

Bei Slow Fashion geht es um Entschleunigung!  – für eine umweltschonende Herstellung und Auswahl der Rohstoffe; für eine nachhaltige Produktion und hochwertige Verarbeitung; für fairen Handel; für den Gebrauch und die Haltbarkeit von Kleidung.

Slow Fashion versus Fast Fashion

Die Slow Fashion Bewegung bietet den Gegensatz zur Fast Fashion Industrie, welche, auf ständig wechselnde Modetrends mit günstig produzierter, schnelllebiger Ware reagiert. Unter dieser Industrie und Denkweise leiden vor allem ArbeiterInnen in Textilfabriken und die Umwelt.

Der Fast Fashion geht es darum, auf die billigste Art und Weise eine große Stückzahl herzustellen, um so den Massenkonsum immer wieder und immer mehr anzutreiben.

Slow Fashion steht buchstäblich für die Entschleunigung der Modeindustrie, das heißt, der Konsum soll verlangsamt und Kleidung länger getragen werden. Dadurch sollen bessere Bedingungen für Mensch und Natur geschaffen, aber auch eine größere Wertschätzung von Kleidung erzielt werden.                

Das Konzept Slow Fashion dreht die konventionelle Modebranche um 180 Grad. Es bezeichnet Kleidung, die unabhängig von schnelllebigen Trends hergestellt wird. Der Slow Fashion geht es um Qualität, zeitloses Design, faire Produktion, Nachhaltigkeitund bewussten Konsum im Gegensatz zur Wegwerf-Mentalität der Fast Fashion Branche.

Woran erkennt man Slow Fashion?

Eine entschleunigte Herstellung von Kleidung weist folgende Eigenschaften auf:

  1. Die Herstellung erfolgt umweltschonend.
  2. Die genutzten Rohstoffe werden mit Bedacht gewählt.
  3. Slow-Fashion erfolgt in nachhaltiger Produktion und wird hochwertig verarbeitet.
  4. Die Produkte zur Herstellung besitzen meist eine regionale Herkunft mit kurzer Produktionskette.
  5. Der Handel und die Produktion erfolgen fair.
  6. Auf jegliche Art von Pestiziden, Chemikalien und anderen Giftstoffen wird verzichtet
  7. Es wird auf naturverträgliche Stoffkreisläufe gesetzt.
  8. Jeder Schritt von der Faser bis zur Verarbeitung wird offengelegt.
  9. Auch Secondhand Mode ist Slow-Fashion.

 

Wer ökologisch denkt, geht schonend mit Ressourcen um. Wer konsequent ökologisch denkt, reduziert seinen Ressourcenaufwand auf ein Minimum nach dem Motto: „auf das Verzichtbare verzichten“, denn „Die besten Ressourcen sind die, die nicht verbraucht werden.“

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